Hochschulwettbewerb 2013

 

Sounddatenbank

SoundCaching

Klingt die Spree anders als der Rhein?

Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler Viktoria Badorrek, PD Dr. Rainer Bayreuther, Johannes Bernet, Dr. Anne Holzmüller, Elke Schächtele und  Jana Wendler der Universität Freiburg entwickeln eine Webseite, die dem Besucher die Möglichkeit gibt, Geräusche unter Angabe von Ort und Zeit der Aufnahme hochzuladen. Die „Soundorte“ sind über Google Maps zu finden und können nach Kategorien gefiltert werden. Die Nutzer der Plattform sind damit in der Lage, Geräusche zu vergleichen und zum Beispiel herauszufinden, ob sich Berliner Vogelgezwitscher von dem in Dortmund unterscheidet.

Das Team möchte mit dem Projekt "SoundCaching" die Öffentlichkeit für Alltagsgeräusche sensibilisieren und das bewusste Hören von Klängen im Alltag fördern sowie neue Möglichkeiten der Kategorisierung und Analyse von Klängen erforschen.

Dr. Anne Holzmüller, Elke Schächtele, Viktoria Badorrek, Jana Wendler, Johannes Bernet, PD Dr. Rainer Bayreuther Bild: Jana Wendler

 

Aktuelles

Juni 2014

Zum Hochladen der Geräusche arbeitet das Team zur Zeit an einer App, die es dem Benutzer ermöglicht, Geräusche seiner Umgebung aufzunehmen und diese auf der dafür eingerichteten Webseite zu veröffentlichen. Die Homepage soll weniger als Archiv funktionieren, sondern vielmehr als Datenbank, die die unterschiedlichen Geräusche wiedergibt. Zusätzlich steht die Gestaltung der Webseite im Mittelpunkt. Hierfür holt sich das Team weitere Unterstützung aus den Bereichen der Informatik bzw. Musikinformatik.

Wie klingt der Bagger in Freiburg? Bild: SoundCaching

Juli 2014

Im Juli arbeitete das Projektteam an einem Tool zur Vergabe und Zuordnung von Soundkategorien und wie diese am besten aufgebaut werden. So könnten sich den Nutzerinnen und Nutzern die einzelnen Sounds der zugewiesenen Kategorie als Schlagworte präsentieren.

Weiter ist eine Zusammenarbeit mit der Abteilung Geobotanik des Instituts für Biologie der Universität Freiburg angedacht. Dieses arbeitet an einem Projekt zur akustischen Analyse von Ökosystemen. Es sollen auf rund 300 Wiesen und Waldflächen Mikrofone installiert werden und anhand der Aufnahmen soll unter anderem der Zusammenhang akustischer Komplexität untersucht werden.

August 2014

Im August hat sich das Team vor allem mit der Gestaltung der Mobile App und der Webseite beschäftigt. Hierfür haben sich die Projektteilnehmenden Unterstützung bei der Firma tux werk gesucht. Diese steht ihnen tatkräftig zur Seite.

Zur Zeit werden die Feinheiten der App und der Webseite besprochen. So soll die App zum Beispiel von den weitverbreiteten Betriebssysteme IOS und Android genutzt werden können.
Zusätzlich soll die Webseite sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache abrufbar sein.

Weiter sollen die hochgeladenen Sounds nicht nur simultan abgespielt und zur speicherbaren Playlist zusammengefasst werden, sondern auch von Nutzern untereinander bewertet und geliked werden.

Im November sollen die ersten Sound auf die Plattform hochgeladen und abgespielt werden.

September 2014

Im September standen vor allem rechtliche Fragen und damit ganz konkret das Thema des Urheberrechts im Fokus. Da die Grenzen zwischen Sound, Klang und Musik fließend sind, könnte die Website Gefahr laufen gegen das Urheberrecht zu verstoßen, sobald es sich bei den hochgeladenen Sounds um Konzertmitschnitte oder Songausschnitte handelt. Um dieser Zweckentfremdung vorzubeugen und den Streamingdienst der Universität Freiburg nutzen zu dürfen, musste sich das Team gleich mehrfach absichern.

Weiter planen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler eine Tagung zu dem Thema "Wissenschaftliche Beschreibung und Beschreibbarkeit von Sounds".

Oktober 2014

Im Oktober stand vor allem die Bekanntmachung des Projekts im Mittelpunkt. Durch einen Zeitungsartikel in der Badischen Zeitung wurden mehrere Radiosender auf das Projekt aufmerksam. Vor allem durch die thematische Nähe zwischen dem Projekt und dem Radio als auditives Medium war das Interesse sehr groß und es wurde die ersten Interviews aufgenommen und bereits ausgestrahlt. Ebenso ist ein TV Beitrag auf TV Südbaden für Mitte November geplant.

Aber nicht nur Rundfunk und Fernsehen wurden auf SoundCaching aufmerksam. Auch ein international renommierter Musikverlag zeigte sich sehr interessiert an einer Zusammenarbeit. Weitere Planungen bezüglich einer möglichen Kooperation sind in Arbeit.

November 2014

Die Grundfunktionen der Website und der App sind schon vorhanden, aber es bedarf weiterhin einiger Änderungen und zusätzlicher Funktionen. Bspw. müssen User die Möglichkeit haben, ihre hochgeladenen Sounds mit Creative Commons Lizenzen zu schützen. Außerdem muss das Kategoriensystem weiter ausgearbeitet werden.

Durch einen Artikel in der Badischen Zeitung über das Projekt ist der Musikwissenschaftler und Klangforscher Andreas Hagelüken auf SoundCaching aufmerksam geworden. Dieser beschäftigt sich seit langer Zeit mit der Frage, wie man Sounds und Klänge kategorisieren und beschreiben kann. Bei mehreren Treffen mit ihm, bekam das Team wertvolle Anregungen für das Kategoriensystem.

 

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